Kreidezähne bei Kindern: Was Eltern über MIH wissen sollten

Gelbliche oder weißliche Flecken auf den neuen bleibenden Zähnen, empfindliche Zähne beim Essen oder ungewöhnlich schnell abplatzender Zahnschmelz: Dahinter können sogenannte Kreidezähne stecken. Zahnmedizinisch spricht man von einer Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH).

Besonders häufig sind die ersten bleibenden Backenzähne betroffen, manchmal auch die bleibenden Schneidezähne.

Was sind Kreidezähne?

Bei einer MIH ist der Zahnschmelz während seiner Entwicklung nicht richtig mineralisiert worden. Die betroffenen Bereiche können deshalb weicher und weniger widerstandsfähig sein als gesunder Zahnschmelz.

Typisch sind deutlich abgegrenzte Verfärbungen. Diese können weißlich-cremefarben, gelblich oder bräunlich erscheinen.

Je stärker die Mineralisationsstörung ausgeprägt ist, desto empfindlicher kann der Zahn sein.

Woran können Eltern Kreidezähne erkennen?

Mögliche Hinweise auf MIH sind:

  • weißliche, gelbliche oder bräunliche Flecken auf bleibenden Zähnen
  • Empfindlichkeit gegenüber Kälte oder Wärme
  • Schmerzen beim Zähneputzen
  • Schwierigkeiten beim Kauen
  • raue oder unregelmäßige Zahnoberflächen
  • Abplatzungen des Zahnschmelzes

Gerade die ersten bleibenden Backenzähne sollten aufmerksam beobachtet werden. Sie brechen meistens ungefähr im Alter von sechs Jahren hinter den Milchzähnen durch und werden deshalb manchmal zunächst gar nicht als neue bleibende Zähne wahrgenommen.

Warum entstehen Kreidezähne?

Die genaue Ursache der MIH ist bislang nicht vollständig geklärt. Vermutlich spielen verschiedene Faktoren während der Phase eine Rolle, in der sich der Zahnschmelz entwickelt.

Wichtig für Eltern: Kreidezähne entstehen nicht einfach durch schlechtes Zähneputzen.

Eine sorgfältige Zahnpflege ist dennoch besonders wichtig, sobald die betroffenen Zähne durchgebrochen sind.

Warum können Kreidezähne besonders empfindlich sein?

Bei stärker ausgeprägter MIH kann der geschädigte Zahnschmelz mechanischen Belastungen weniger gut standhalten. Teile des Zahnschmelzes können nach dem Zahndurchbruch abbrechen.

Dadurch kann das darunterliegende Dentin unzureichend geschützt sein. Die Zähne reagieren dann teilweise sehr empfindlich auf Kälte, Berührung oder das Zähneputzen.

Für Kinder kann daraus ein ungünstiger Kreislauf entstehen: Das Putzen tut weh, deshalb wird schlechter geputzt – und dadurch steigt wiederum das Kariesrisiko.

Wie werden Kreidezähne behandelt?

Die Behandlung richtet sich danach, wie stark der jeweilige Zahn betroffen ist.

Bei leichteren Veränderungen können regelmäßige Kontrollen, eine gezielte Fluoridierung und eine sorgfältige Mundhygiene ausreichend sein. Auch eine Versiegelung kann bei geeigneten Zähnen sinnvoll sein.

Bei stärker geschädigten Zähnen können Füllungen oder andere restaurative Versorgungen notwendig werden.

Das Ziel ist immer, den Zahn möglichst gut zu schützen, Beschwerden zu reduzieren und weitere Substanzverluste zu verhindern.

Was können Eltern zu Hause tun?

Besonders wichtig ist regelmäßiges und sorgfältiges Zähneputzen mit einer altersgerechten fluoridhaltigen Zahnpasta.

Wenn das Putzen aufgrund empfindlicher Zähne unangenehm ist, sollte nicht einfach auf die Reinigung verzichtet werden. Sprechen Sie uns darauf an – häufig lässt sich die Situation durch geeignete Maßnahmen deutlich verbessern.

Auch häufige zuckerhaltige Snacks und Getränke sollten möglichst vermieden werden, da geschädigte Zähne besonders gut vor zusätzlicher Karies geschützt werden sollten.

Früh erkennen und regelmäßig kontrollieren

Je früher Kreidezähne erkannt werden, desto besser können wir die betroffenen Zähne beobachten und schützen.

Wenn Ihnen nach dem Durchbruch der bleibenden Zähne auffällige Flecken, empfindliche Stellen oder Veränderungen des Zahnschmelzes bei Ihrem Kind auffallen, lassen Sie diese am besten frühzeitig untersuchen.

Bei zahn:gesund Kids schauen wir uns die Zähne Ihres Kindes in Ruhe an und entscheiden individuell, ob und welche Behandlung notwendig ist. Unser Ziel ist es, die bleibenden Zähne von Anfang an bestmöglich zu erhalten.

Warum ein Zahn nach einer Füllung empfindlich sein kann

Die Karies ist entfernt, die Füllung sitzt – und trotzdem reagiert der behandelte Zahn plötzlich auf Kälte oder beim Kauen. Das kann zunächst verunsichern. Empfindliche Zähne nach einer Füllung sind jedoch nicht ungewöhnlich und bedeuten nicht automatisch, dass bei der Behandlung etwas schiefgegangen ist.

Entscheidend ist, wie stark die Beschwerden sind, wodurch sie ausgelöst werden und wie lange sie anhalten.

Warum kann ein Zahn nach einer Füllung reagieren?

Bei einer Kariesbehandlung wird erkrankte Zahnhartsubstanz entfernt und der entstandene Defekt anschließend mit einem Füllungsmaterial versorgt.

Je tiefer die Karies ursprünglich in den Zahn vorgedrungen ist, desto näher befindet sich die Behandlung am Zahninneren – der sogenannten Pulpa. Dort liegen Nerven und Blutgefäße.

Auch wenn der Zahnnerv selbst nicht eröffnet wurde, kann er durch eine tiefe Karies und die notwendige Behandlung vorübergehend gereizt sein. Der Zahn benötigt dann etwas Zeit, um sich zu beruhigen.

Empfindlichkeit auf Kälte

Besonders häufig berichten Patienten nach einer neuen Füllung über eine verstärkte Reaktion auf kalte Getränke oder Speisen.

Ein kurzer Schmerz, der unmittelbar nach dem Kältereiz wieder verschwindet, kann in der ersten Zeit nach der Behandlung auftreten. Häufig nimmt diese Empfindlichkeit nach und nach ab.

Anders sieht es aus, wenn der Schmerz sehr stark ist oder nach dem Kältereiz deutlich länger anhält. Dann sollte der Zahn kontrolliert werden.

Schmerzen beim Kauen oder Zubeißen

Fühlt sich der behandelte Zahn beim Zubeißen plötzlich „zu hoch“ an, kann die neue Füllung möglicherweise minimal über den ursprünglichen Kontakt hinausragen.

Bereits sehr kleine Unterschiede können beim Kauen deutlich wahrgenommen werden. Der Zahn wird dann bei jedem Zusammenbeißen stärker belastet als die übrigen Zähne.

Eine solche Situation lässt sich in der Zahnarztpraxis überprüfen und gegebenenfalls durch eine kleine Korrektur der Füllung beheben.

Schmerzen beim Kauen können allerdings auch andere Ursachen haben. Deshalb sollte insbesondere eine anhaltende oder zunehmende Aufbissempfindlichkeit untersucht werden.

Welche Rolle spielt die Tiefe der Karies?

Eine oberflächliche Karies lässt sich häufig behandeln, ohne dass der Zahnnerv wesentlich beeinträchtigt wird.

Bei einer sehr tiefen Karies kann die Situation anders sein. Zwischen der Karies und dem Zahnnerv befindet sich möglicherweise nur noch eine sehr dünne Schicht gesunder Zahnhartsubstanz.

In solchen Fällen versuchen wir, den Zahn und seinen vitalen Nerv möglichst zu erhalten. Dennoch kann sich erst im weiteren Verlauf zeigen, ob sich die Pulpa von der vorausgegangenen Reizung erholt.

Deshalb sind bei tiefen Füllungen Verlaufskontrollen manchmal besonders wichtig.

Wann sollte ein Zahn nach einer Füllung kontrolliert werden?

Nicht jede kurzfristige Empfindlichkeit ist ein Grund zur Sorge. Eine Kontrolle empfehlen wir jedoch insbesondere, wenn

  • die Beschwerden stärker statt schwächer werden,
  • Schmerzen ohne erkennbaren Reiz auftreten,
  • ein Zahn nachts zu schmerzen beginnt,
  • Wärme deutliche Beschwerden verursacht,
  • Schmerzen nach einem Kälte- oder Wärmereiz länger anhalten,
  • der Zahn beim Zubeißen deutlich schmerzt oder
  • eine Schwellung entsteht.

Solche Symptome können darauf hinweisen, dass der Zahnnerv stärker entzündet ist und eine weitere Behandlung erforderlich sein könnte.

Bedeutet Schmerz nach einer Füllung automatisch eine Wurzelkanalbehandlung?

Nein.

Viele gereizte Zähne beruhigen sich wieder. Ob eine Wurzelkanalbehandlung notwendig ist, lässt sich nicht allein daran festmachen, dass ein Zahn nach einer Füllung empfindlich reagiert.

Wir beurteilen unter anderem die Art und Dauer der Schmerzen, die Reaktion auf Kälte, die Aufbissempfindlichkeit und – falls erforderlich – das Röntgenbild.

Erst aus der Kombination dieser Befunde ergibt sich eine Diagnose.

Lieber einmal kontrollieren lassen

Nach einer Füllung kann ein Zahn vorübergehend empfindlich sein. Entscheidend ist die Entwicklung: Werden die Beschwerden von Tag zu Tag geringer, ist das meist ein gutes Zeichen. Nehmen sie dagegen zu oder verändern sie sich deutlich, sollte der Zahn kontrolliert werden.

Bei zahn:gesund Köln legen wir Wert darauf, Zähne möglichst langfristig zu erhalten und Beschwerden nicht nur zu behandeln, sondern ihre Ursache genau zu klären.

Wenn ein frisch behandelter Zahn ungewöhnlich oder länger anhaltend schmerzt, sprechen Sie uns gerne an.

Empfindliche Zähne: Warum Kälte plötzlich wehtut und was Sie dagegen tun können

Empfindliche Zähne: Warum Kälte plötzlich wehtut und was Sie dagegen tun können

Ein Schluck kaltes Wasser, ein Löffel Eis oder sogar kalte Luft – und plötzlich zieht ein kurzer, stechender Schmerz durch den Zahn. Empfindliche Zähne sind weit verbreitet und können ganz unterschiedliche Ursachen haben.

Die gute Nachricht: Häufig lassen sich die Beschwerden gut behandeln. Wichtig ist allerdings, zunächst herauszufinden, warum ein Zahn empfindlich reagiert.

Warum werden Zähne empfindlich?

Der sichtbare Teil eines gesunden Zahnes wird vom widerstandsfähigen Zahnschmelz geschützt. Im Bereich der Zahnwurzel übernimmt diese Aufgabe unter anderem das Zahnfleisch.

Zieht sich das Zahnfleisch zurück oder geht schützende Zahnhartsubstanz verloren, kann Dentin – das sogenannte Zahnbein – freiliegen. Im Dentin befinden sich viele mikroskopisch kleine Kanälchen, die Reize in Richtung des Zahninneren weiterleiten können.

Kälte, Wärme, Süßes oder Saures können dann den typischen kurzen Schmerz auslösen.

Häufige Ursachen empfindlicher Zähne

Hinter einer erhöhten Temperaturempfindlichkeit können verschiedene Ursachen stecken. Dazu gehören beispielsweise:

freiliegende Zahnhälse durch Zahnfleischrückgang

zu hoher Druck beim Zähneputzen

säurebedingter Verlust von Zahnhartsubstanz

Zähneknirschen und starke mechanische Belastungen

Karies

undichte oder beschädigte Füllungen

feine Risse oder Frakturen des Zahnes

Auch nach bestimmten zahnärztlichen Behandlungen können Zähne vorübergehend empfindlicher reagieren.

Vorsicht beim Zähneputzen

Wer empfindliche Zahnhälse hat, versucht manchmal besonders gründlich zu putzen. Zu viel Druck kann das Problem jedoch verstärken.

Entscheidend ist nicht möglichst kräftiges, sondern systematisches und schonendes Zähneputzen. Eine geeignete Zahnbürste und die richtige Putztechnik können helfen, Zahnfleisch und Zahnhartsubstanz zu schützen.

Spezielle Zahnpasten für empfindliche Zähne können die Beschwerden zusätzlich reduzieren. Ihre Inhaltsstoffe können dazu beitragen, die Reizweiterleitung zu vermindern oder offene Dentinkanälchen zu verschließen.

Welche Rolle spielen säurehaltige Lebensmittel?

Säuren können die Zahnoberfläche vorübergehend aufweichen. Sie kommen beispielsweise in vielen Softdrinks, Säften, Energy-Drinks und sauren Lebensmitteln vor.

Problematisch ist dabei nicht nur die Menge, sondern auch die Häufigkeit. Wer über den Tag verteilt immer wieder säurehaltige Getränke konsumiert, setzt die Zähne regelmäßig neuen Säureangriffen aus.

Nach stark säurehaltigen Speisen oder Getränken sollte außerdem nicht unmittelbar kräftig geputzt werden.

Wann sollten empfindliche Zähne untersucht werden?

Ein gelegentliches kurzes Ziehen muss nicht zwangsläufig auf eine Erkrankung hinweisen. Neu auftretende, stärker werdende oder länger anhaltende Zahnschmerzen sollten jedoch zahnärztlich untersucht werden.

Besonders wichtig ist eine Kontrolle, wenn nur ein einzelner Zahn plötzlich stark auf Kälte oder Wärme reagiert oder der Schmerz nach dem Reiz länger bestehen bleibt. In solchen Fällen können beispielsweise Karies, eine undichte Versorgung, ein Riss oder eine Entzündung des Zahninneren dahinterstecken.

Was kann der Zahnarzt tun?

Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Bei freiliegendem Dentin können beispielsweise spezielle Präparate zur Verringerung der Empfindlichkeit eingesetzt werden.

Liegt dagegen eine Karies, eine beschädigte Füllung oder eine andere Erkrankung vor, muss diese gezielt behandelt werden.

Deshalb gilt: Nicht nur den Schmerz behandeln, sondern die Ursache finden.

Empfindliche Zähne müssen Sie nicht einfach hinnehmen

Wenn kalte Getränke, Eis oder sogar das Einatmen kalter Luft regelmäßig unangenehm werden, sprechen Sie uns gerne darauf an.

Bei zahn:gesund in Köln-Lindenthal untersuchen wir, woher die Beschwerden kommen und welche Behandlung in Ihrem individuellen Fall sinnvoll ist. Oft können bereits kleine Veränderungen bei der täglichen Zahnpflege dazu beitragen, empfindliche Zähne langfristig zu beruhigen.

Vitamin D und Wurzelbehandlung – kann ein guter Vitamin-D-Status die Heilung unterstützen?

Vitamin D ist vor allem für seine Bedeutung für Knochenstoffwechsel und Immunsystem bekannt. Doch könnte der Vitamin-D-Status auch beeinflussen, wie gut eine Entzündung an der Wurzelspitze nach einer Wurzelkanalbehandlung ausheilt?

Eine aktuelle randomisierte klinische Studie liefert hierzu interessante erste Hinweise.

Was wurde untersucht?

Untersucht wurden Patienten mit einer apikalen Parodontitis – einer Entzündung im Bereich der Wurzelspitze, bei der im Röntgenbild häufig ein Abbau des umgebenden Knochens erkennbar ist.

Alle Patienten erhielten eine standardisierte Wurzelkanalbehandlung. Bei einem Teil der Studienteilnehmer wurde zusätzlich Vitamin D individuell supplementiert. Ziel war es, den Vitamin-D-Wert – genauer den Serum-25(OH)D-Spiegel – von ursprünglich 20–30 ng/ml auf einen Bereich von 30–50 ng/ml anzuheben.

Anschließend wurde die Heilung über zwölf Monate radiologisch kontrolliert.

Was zeigte die Studie?

Erfreulicherweise verkleinerten sich die Entzündungsbereiche an der Wurzelspitze in beiden Gruppen.

Es zeigte sich jedoch ein interessanter Unterschied: Nach 6, 9 und 12 Monaten war die Verkleinerung der Läsionen in der Gruppe mit optimiertem Vitamin-D-Spiegel signifikant stärker.

Die Ergebnisse liefern damit erste Hinweise darauf, dass ein ausreichender Vitamin-D-Status die Heilung nach einer endodontischen Behandlung möglicherweise unterstützen kann.

Bedeutet das: Vitamin D nach jeder Wurzelbehandlung?

Nein. Dafür ist die wissenschaftliche Datenlage noch nicht ausreichend.

Die Studie hatte einige Einschränkungen. So wurden beispielsweise nur gesunde männliche Patienten untersucht und von ursprünglich 140 Studienteilnehmern konnten nur 73 in die abschließende Analyse einbezogen werden.

Außerdem zeigte sich bei bestimmten weiteren untersuchten Parametern kein signifikanter Unterschied zwischen den Gruppen.

Die Studie beweist daher nicht, dass die Einnahme von Vitamin D grundsätzlich die Erfolgsaussichten einer Wurzelkanalbehandlung verbessert.

Warum ist das Ergebnis trotzdem interessant?

Die moderne Endodontie konzentriert sich zu Recht vor allem darauf, Bakterien und infiziertes Gewebe möglichst gründlich aus dem Wurzelkanalsystem zu entfernen und anschließend einen dauerhaften Verschluss zu erreichen.

Gleichzeitig wird zunehmend untersucht, welchen Einfluss systemische Faktoren auf Heilungsprozesse im Mund haben können.

Vitamin D könnte dabei aufgrund seiner Bedeutung für Knochenstoffwechsel und Immunregulation eine Rolle spielen. Die aktuelle Studie liefert einen interessanten Ansatzpunkt für weitere Untersuchungen.

Gute Endodontie bleibt die Grundlage

Eines darf bei den Ergebnissen nicht übersehen werden: Ein guter Vitamin-D-Spiegel ersetzt selbstverständlich keine sorgfältige Wurzelkanalbehandlung.

Entscheidend bleiben eine möglichst vollständige Reinigung und Desinfektion des komplexen Wurzelkanalsystems sowie ein dichter Verschluss des Zahnes.

Vitamin D wäre – sofern sich die Ergebnisse in weiteren Studien bestätigen – lediglich ein möglicher zusätzlicher Faktor, der die körpereigenen Heilungsprozesse unterstützen könnte.

Unser Fazit

Die Studie zeigt erstmals interessante klinische Hinweise darauf, dass die Optimierung eines suboptimalen Vitamin-D-Spiegels mit einer schnelleren radiologisch sichtbaren Heilung periapikaler Läsionen nach einer Wurzelkanalbehandlung verbunden sein könnte.

Für eine allgemeine Empfehlung zur Vitamin-D-Einnahme nach einer Wurzelkanalbehandlung ist es jedoch noch zu früh. Weitere und größere klinische Studien sind notwendig.

Bei zahn:gesund Köln verfolgen wir neue wissenschaftliche Erkenntnisse in der Endodontie aufmerksam. Unser Ziel ist es, moderne Behandlungsmethoden mit einer möglichst langfristigen Erhaltung der eigenen Zähne zu verbinden.

Sie haben Fragen zu einer Wurzelkanalbehandlung oder Beschwerden an einem bereits behandelten Zahn? Sprechen Sie uns gerne an.

Zahnseide oder Interdentalbürsten: Was ist besser für Ihre Zähne?

Sie putzen Ihre Zähne regelmäßig – aber reinigen Sie auch die Zwischenräume? Genau dort erreicht die Zahnbürste die Zahnflächen nicht ausreichend. Deshalb gehört die Reinigung zwischen den Zähnen zur täglichen Mundpflege. Welches Hilfsmittel passt, hängt vor allem davon ab, wie eng Ihre Zähne stehen.

Warum die Zahnzwischenräume Aufmerksamkeit brauchen

Zwischen den Zähnen können sich bakterielle Beläge ansammeln. Werden diese nicht ausreichend entfernt, können sie Zahnfleischentzündungen begünstigen. Zahnseide und Interdentalbürsten ergänzen das Zähneputzen und helfen, diese schwer erreichbaren Bereiche sauber zu halten.

Wann sind Interdentalbürsten sinnvoll?

Interdentalbürsten sind kleine Bürstchen in verschiedenen Größen. Sie eignen sich besonders für Zwischenräume, in denen ausreichend Platz vorhanden ist.

Die passende Größe ist entscheidend: Eine zu kleine Bürste reinigt unzureichend, eine zu große kann das Zahnfleisch verletzen. Sie sollte sich kontrolliert und ohne Gewalt einführen lassen. Da nicht alle Zwischenräume gleich groß sind, können mehrere Größen nötig sein.

Wann ist Zahnseide die bessere Wahl?

Bei sehr engen Zwischenräumen, in die keine passende Interdentalbürste gelangt, ist Zahnseide eine geeignete Alternative. Wichtig ist eine vorsichtige Anwendung: Lassen Sie die Zahnseide nicht ruckartig auf das Zahnfleisch schnappen. Reinigen Sie die seitlichen Flächen beider benachbarter Zähne – es geht um mehr als das Entfernen von Speiseresten.

Wie oft sollten Sie die Zwischenräume reinigen?

Einmal täglich, beispielsweise als feste Routine am Abend. Dabei ergänzen Zahnseide oder Interdentalbürsten das regelmäßige Zähneputzen. Welche Hilfsmittel und Technik für Sie geeignet sind, lässt sich am besten individuell bestimmen.

Was tun, wenn das Zahnfleisch blutet?

Blutungen können auf eine Entzündung hinweisen, aber auch durch eine ungeeignete Größe oder zu viel Druck entstehen. Reinigen Sie deshalb behutsam und lassen Sie sich die Anwendung zeigen. Wenn die Blutung über mehrere Tage anhält oder wiederholt auftritt, sollten Sie das Zahnfleisch zahnärztlich untersuchen lassen.

Persönliche Beratung bei zahn:gesund

Sie sind unsicher, welche Bürstengröße passt oder wie Sie Zahnseide richtig verwenden? Unser Team bei zahn:gesund in Köln-Lindenthal unterstützt Sie bei der Auswahl und zeigt Ihnen die Anwendung.

Sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Vorsorge- oder Prophylaxetermin darauf an.

Zähneknirschen und Pressen – wenn Stress an den Zähnen Spuren hinterlässt

Morgens fühlt sich der Kiefer verspannt an, die Zähne reagieren empfindlich oder es treten immer wieder Kopf- und Nackenschmerzen auf? Dahinter kann nächtliches Zähneknirschen oder Zähnepressen stecken. Viele Betroffene bemerken zunächst gar nicht, wie stark sie ihre Zähne belasten.

In der Zahnmedizin wird das unbewusste Knirschen oder Pressen als Bruxismus bezeichnet. Gelegentliches Pressen ist nicht automatisch problematisch. Wirken jedoch regelmäßig hohe Kräfte auf Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke, können langfristig Beschwerden und Schäden entstehen.

Woran erkennt man Zähneknirschen?

Da Zähneknirschen häufig während des Schlafs auftritt, bleibt es lange unbemerkt. Manchmal fällt es zuerst dem Partner oder der Partnerin durch die typischen Geräusche auf.

Mögliche Hinweise sind:

  • verspannte oder schmerzende Kaumuskulatur
  • Beschwerden im Bereich der Kiefergelenke
  • Kopf- oder Nackenschmerzen am Morgen
  • empfindliche Zähne
  • sichtbare Schliffflächen an den Zähnen
  • kleine Risse oder Abplatzungen an Zähnen und Füllungen
  • zunehmende Abnutzung der Zahnsubstanz

Nicht jedes dieser Symptome bedeutet automatisch, dass Bruxismus vorliegt. Deshalb ist eine genaue Untersuchung wichtig.

Warum knirschen oder pressen wir mit den Zähnen?

Bruxismus kann unterschiedliche Ursachen haben. Besonders häufig spielen Stress, innere Anspannung und die Verarbeitung von Belastungen während des Schlafs eine Rolle.

Auch Schlafqualität, bestimmte Medikamente oder andere individuelle Faktoren können Einfluss haben. Häufig lässt sich nicht eine einzelne Ursache bestimmen.

Deshalb betrachten wir nicht nur die Zähne, sondern auch die Kaumuskulatur, die Kiefergelenke und die individuelle Beschwerdesituation.

Was passiert mit den Zähnen?

Unsere Kaumuskulatur kann erhebliche Kräfte entwickeln. Beim normalen Kauen wirken diese Kräfte nur für kurze Zeit. Beim Pressen können sie dagegen über längere Zeit auf Zähne und Zahnersatz einwirken.

Dadurch kann sich die Zahnsubstanz zunehmend abnutzen. Zahnkanten können flacher werden, kleine Risse entstehen und vorhandene Füllungen oder keramische Versorgungen stärker belastet werden.

Bei ausgeprägtem Bruxismus kann sich mit der Zeit sogar die ursprüngliche Form der Zähne verändern.

Wann ist eine Knirscherschiene sinnvoll?

Eine individuell angefertigte Aufbiss- oder Knirscherschiene kann die Zähne vor weiterer mechanischer Abnutzung schützen und die Belastung des Kauapparates beeinflussen.

Wichtig ist jedoch: Eine Schiene beseitigt nicht automatisch die Ursache des Zähneknirschens. Deshalb sollte zunächst untersucht werden, welche Strukturen betroffen sind und welche Therapie im individuellen Fall sinnvoll ist.

Je nach Befund können zusätzlich physiotherapeutische Maßnahmen, Übungen für die Kaumuskulatur oder Veränderungen bestimmter Gewohnheiten hilfreich sein.

Was kann man selbst tun?

Wer tagsüber häufig die Zähne zusammenpresst, kann bewusst auf die eigene Kieferhaltung achten.

In einer entspannten Position berühren sich die Zahnreihen normalerweise nicht dauerhaft. Die Lippen können geschlossen sein, während zwischen Ober- und Unterkiefer ein kleiner Abstand bleibt.

Auch regelmäßige Bewegung, ausreichend Schlaf und bewusste Erholungsphasen können dabei helfen, Anspannung zu reduzieren.

Frühzeitig auf Veränderungen achten

Zähneknirschen verursacht häufig lange Zeit keine starken Beschwerden. Trotzdem können bereits deutliche Spuren an den Zähnen vorhanden sein.

Bei regelmäßigen Kiefer-, Kopf- oder Nackenbeschwerden, auffälliger Zahnabnutzung oder wiederkehrenden Schäden an Füllungen und Zahnersatz lohnt sich deshalb eine zahnärztliche Untersuchung.

Bei zahn Köln schauen wir uns nicht nur einzelne Zähne an, sondern berücksichtigen auch das Zusammenspiel von Zähnen, Kaumuskulatur und Kiefergelenken. Gemeinsam können wir beurteilen, ob eine Behandlung notwendig ist und welche Maßnahmen für Sie sinnvoll sind.

Zahnunfall: Was jetzt zu tun ist – und wie Sie einen Zahn retten können

Ein Sturz vom Fahrrad, ein Zusammenstoß beim Sport oder ein Unfall auf dem Spielplatz: Zahnverletzungen passieren meist unerwartet. Dann kommt es auf die ersten Minuten an. Mit dem richtigen Verhalten lässt sich die Chance deutlich verbessern, einen verletzten oder ausgeschlagenen Zahn zu erhalten.

Ruhe bewahren und Verletzung einschätzen

Kontrollieren Sie zunächst, ob außer den Zähnen auch Kopf, Gesicht oder Kiefer verletzt wurden. Bei Bewusstlosigkeit, Erinnerungslücken, Übelkeit, starkem Schwindel, anhaltender Blutung oder dem Verdacht auf einen Kieferbruch ist eine sofortige medizinische Abklärung erforderlich.

Blutet es im Mund, kann vorsichtig auf eine saubere Kompresse oder ein Stofftaschentuch gebissen werden. Die betroffene Wange lässt sich von außen kühlen. Legen Sie Kühlpacks dabei nicht direkt auf die Haut.

Ein Stück vom Zahn ist abgebrochen

Suchen Sie das abgebrochene Zahnstück und bringen Sie es zum Zahnarzt mit. Je nach Größe und Zustand kann es manchmal wieder am Zahn befestigt werden.

Das Fragment sollte möglichst feucht aufbewahrt werden, am besten in einer Zahnrettungsbox. Ist keine vorhanden, kommen für den kurzen Transport auch kalte H-Milch oder isotone Kochsalzlösung infrage.

Selbst wenn der Zahn nicht schmerzt, sollte er zeitnah untersucht werden. Unter einem kleinen sichtbaren Defekt können sich weitere Schäden verbergen. Liegt Zahnbein oder sogar das Zahninnere frei, ist eine schnelle Versorgung besonders wichtig.

Ein bleibender Zahn wurde vollständig ausgeschlagen

Ein ausgeschlagener bleibender Zahn ist ein zahnmedizinischer Notfall. Die empfindlichen Zellen auf seiner Wurzeloberfläche dürfen weder austrocknen noch beschädigt werden.

So handeln Sie richtig:

  • Fassen Sie den Zahn ausschließlich an der weißen Zahnkrone an.
  • Berühren Sie die Wurzel möglichst nicht.
  • Reinigen, desinfizieren oder bürsten Sie den Zahn nicht.
  • Bewahren Sie ihn bevorzugt in einer Zahnrettungsbox auf.
  • Falls keine Zahnrettungsbox verfügbar ist, eignen sich vorübergehend kalte H-Milch oder isotone Kochsalzlösung.
  • Legen Sie den Zahn nicht in Leitungswasser und lassen Sie ihn nicht trocken liegen.
  • Suchen Sie sofort eine Zahnarztpraxis oder einen zahnärztlichen Notdienst auf.

Eine Lagerung im Mund ist wegen der Gefahr des Verschluckens oder Einatmens besonders bei Kindern und benommenen Verletzten ungeeignet.

Milchzähne nicht selbst zurücksetzen

Bei kleinen Kindern muss zunächst geklärt werden, ob es sich um einen Milchzahn oder bereits um einen bleibenden Zahn handelt. Ein vollständig ausgeschlagener Milchzahn wird grundsätzlich nicht wieder eingesetzt, da sonst der darunterliegende bleibende Zahnkeim verletzt werden könnte.

Trotzdem sollte auch ein Unfall am Milchzahn kurzfristig zahnärztlich untersucht werden. Verschobene Milchzähne können die Lippe oder Zunge verletzen und in seltenen Fällen den bleibenden Nachfolger beeinträchtigen.

Der Zahn ist locker oder verschoben

Versuchen Sie nicht, einen gelockerten oder verschobenen Zahn selbst kräftig zurückzudrücken. Vermeiden Sie Belastung und suchen Sie möglichst umgehend eine Zahnarztpraxis auf.

Dort wird geprüft, ob der Zahn repositioniert und vorübergehend mit einer flexiblen Schiene stabilisiert werden muss. Je früher die genaue Art der Verletzung erkannt wird, desto gezielter kann behandelt werden.

Warum Nachkontrollen so wichtig sind

Nach einem Zahnunfall können sich Folgen erst Wochen, Monate oder sogar Jahre später zeigen. Ein Zahn kann sich verfärben, seine Empfindlichkeit verlieren oder eine Entzündung an der Wurzel entwickeln. Deshalb gehören regelmäßige Nachkontrollen zur Behandlung, auch wenn zunächst alles gut verheilt zu sein scheint.

Vorbeugen beim Sport

Bei Kontaktsportarten kann ein individuell angepasster Sportmundschutz das Risiko schwerer Frontzahnverletzungen deutlich reduzieren. Besonders sinnvoll ist er beispielsweise beim Boxen, Hockey, Kampfsport, Rugby oder anderen Sportarten mit engem Körperkontakt und Sturzgefahr.

Schnelles Handeln verbessert die Chancen

Nach einem Zahnunfall gilt: Zahn oder Bruchstück finden, richtig lagern und möglichst schnell zahnärztlich untersuchen lassen. In zahn:gesund Köln versorgen wir Verletzungen an Milchzähnen und bleibenden Zähnen und planen die notwendigen Nachkontrollen, damit mögliche Spätfolgen früh erkannt werden.

Quellen: S2k-Leitlinie „Therapie des dentalen Traumas bleibender Zähne“, DGZMK/DGMKG, International Association of Dental Traumatology – Leitlinien zu Zahnverletzungen

Kau dich fit: Warum gutes Kauen ein wichtiger Teil unserer Gesundheit ist

Kauen ist für die meisten Menschen selbstverständlich – bis Schmerzen, fehlende Zähne oder schlecht sitzender Zahnersatz das Essen erschweren. Der diesjährige Tag der Zahngesundheit am 25. September steht deshalb unter dem Motto „Gesund beginnt im Mund – Kau dich fit!“. Er erinnert daran, wie wichtig eine schmerzfreie Kaufunktion für Ernährung, Wohlbefinden und Lebensqualität ist.

Was beim Kauen im Mund passiert

Beim Kauen wird Nahrung zerkleinert und mit Speichel vermischt. Das erleichtert das Schlucken und bereitet die Verdauung vor. Gleichzeitig regt Kauen den Speichelfluss an.

Speichel erfüllt wichtige Schutzfunktionen: Er befeuchtet die Mundschleimhaut, unterstützt die Selbstreinigung des Mundes und hilft dabei, Säuren zu neutralisieren. Eine ausreichende Speichelbildung ist daher auch für den Schutz der Zähne von Bedeutung.

Zudem werden beim Kauen die Kiefermuskulatur und das gesamte Zusammenspiel von Zähnen, Kiefergelenken und Muskulatur beansprucht. Damit dies beschwerdefrei funktioniert, müssen diese Strukturen gut aufeinander abgestimmt sein.

Kaufähigkeit beeinflusst die Lebensqualität

Wer problemlos kauen kann, hat eine größere Auswahl bei der Ernährung. Beschwerden führen dagegen häufig dazu, dass knackiges Gemüse, festes Brot oder andere kauintensive Lebensmittel vermieden werden. Manche Menschen weichen dann immer stärker auf weiche und leicht zu schluckende Speisen aus.

Das kann den Speiseplan einseitiger machen. Gerade im höheren Lebensalter ist eine gute Kaufunktion deshalb ein wichtiger Baustein für eine abwechslungsreiche Ernährung und die selbstständige Teilnahme am gesellschaftlichen Leben.

Auch bei Kindern spielt das Kauen eine wichtige Rolle. Unterschiedliche, altersgerechte Konsistenzen fördern den Umgang mit Lebensmitteln und unterstützen die Entwicklung der Mund- und Kieferfunktionen.

Ist Kauen auch Training für das Gehirn?

Untersuchungen zeigen, dass Kauen kurzfristig die Durchblutung bestimmter Bereiche des Gehirns beeinflussen kann. Beobachtungsstudien finden außerdem Zusammenhänge zwischen eingeschränkter Kaufunktion, Zahnverlust und nachlassenden kognitiven Fähigkeiten.

Diese Ergebnisse sind interessant, beweisen aber nicht, dass kräftiges Kauen eine Demenz verhindern kann. Viele Faktoren wie Alter, Allgemeingesundheit, Ernährung und soziale Lebensumstände wirken gleichzeitig zusammen. Gesichert ist vor allem: Eine gute Kaufunktion unterstützt Ernährung, Selbstständigkeit und Lebensqualität.

So erhalten Sie Ihre Kaufähigkeit

Für gesundes Kauen braucht es keine besonderen Übungen. Entscheidend sind funktionierende Zähne, gesundes Zahnfleisch und eine abwechslungsreiche Ernährung.

Hilfreich sind:

  • zweimal täglich gründliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta,
  • tägliche Reinigung der Zahnzwischenräume,
  • Wasser oder ungesüßte Getränke als bevorzugte Durstlöscher,
  • möglichst wenige zuckerhaltige Zwischenmahlzeiten und Softdrinks,
  • abwechslungsreiche Lebensmittel mit unterschiedlichen Konsistenzen,
  • regelmäßige Vorsorge und professionelle Prophylaxe,
  • frühzeitige Behandlung erkrankter oder fehlender Zähne.

Sind Zähne, Implantate oder Zahnersatz nicht ausreichend belastbar, sollten harte Lebensmittel nicht als „Kautraining“ erzwungen werden. In diesem Fall ist zunächst eine zahnärztliche Untersuchung sinnvoll.

Diese Beschwerden sollten Sie abklären lassen

Bitte sprechen Sie das Thema bei Ihrem Zahnarztbesuch an, wenn Sie nur noch auf einer Seite kauen, bestimmte Lebensmittel meiden oder beim Essen Schmerzen verspüren. Auch knackende oder schmerzende Kiefergelenke, häufige Verspannungen, lockere Zähne, Zahnfleischbluten und Druckstellen unter einer Prothese sollten untersucht werden.

Hinter solchen Veränderungen können sehr unterschiedliche Ursachen stecken – beispielsweise Karies, eine Entzündung des Zahnhalteapparates, überlastete Zähne, schlecht sitzender Zahnersatz oder eine Störung im Zusammenspiel von Kiefergelenk und Muskulatur.

Gesundes Kauen beginnt mit gesunden Zähnen

Eine gute Kaufunktion lässt sich häufig lange erhalten oder gezielt wiederherstellen. Entscheidend ist, Veränderungen früh zu erkennen und die Ursache zu behandeln.

Bei zahn:gesund Köln betrachten wir deshalb nicht nur einzelne Zähne, sondern auch Zahnfleisch, Zahnersatz, Kiefergelenke und das Zusammenspiel des gesamten Kauapparates.

Quellen: Aktionskreis zum Tag der Zahngesundheit 2026, Bundeszahnärztekammer, 23.09.2026

Karies bei Milchzähnen: Warum gesunde Milchzähne so wichtig sind

„Das ist doch nur ein Milchzahn.“ Diesen Satz hören Zahnärztinnen und Zahnärzte immer wieder. Schließlich fallen Milchzähne irgendwann aus und werden durch die bleibenden Zähne ersetzt.

Doch Milchzähne sind keineswegs unwichtig. Gesunde Milchzähne sind eine wichtige Grundlage für die weitere Entwicklung des Gebisses und für die Zahngesundheit Ihres Kindes.

Bei zahn:gesund Kids möchten wir deshalb vor allem eines erreichen: Karies möglichst verhindern, bevor sie überhaupt entsteht.

Warum sind Milchzähne so wichtig?

Milchzähne haben gleich mehrere Aufgaben. Sie ermöglichen Kindern das Kauen, unterstützen die Sprachentwicklung und haben eine wichtige Funktion als Platzhalter für die späteren bleibenden Zähne.

Geht ein Milchzahn durch Karies deutlich zu früh verloren, kann dies Auswirkungen auf die weitere Gebissentwicklung haben.

Hinzu kommt: Auch ein Milchzahn kann Zahnschmerzen verursachen. Eine fortgeschrittene Karies kann den Zahnnerv erreichen und zu Entzündungen führen.

Deshalb gilt: Auch wenn Milchzähne irgendwann ausfallen, sollten wir versuchen, sie möglichst lange gesund zu erhalten.

Wie entsteht Karies bei Kindern?

Karies entsteht nicht plötzlich. Bakterien im Zahnbelag verstoffwechseln Zucker aus Nahrungsmitteln und Getränken. Dabei entstehen Säuren, die dem Zahnschmelz Mineralien entziehen.

Besonders problematisch ist nicht nur die Menge an Zucker, sondern auch, wie häufig die Zähne über den Tag verteilt mit zuckerhaltigen Lebensmitteln oder Getränken in Kontakt kommen.

Süße Getränke aus der Trinkflasche, häufiges Naschen oder kleine zuckerhaltige Snacks über den ganzen Tag können das Kariesrisiko deutlich erhöhen.

Karies kann schon beim ersten Zahn entstehen

Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, kann grundsätzlich auch Karies entstehen. Deshalb beginnt die Zahnpflege nicht erst, wenn alle Milchzähne vorhanden sind.

Der erste Zahn bedeutet auch: Zeit für die erste Zahnbürste.

Eine altersgerechte Zahnpflege mit fluoridhaltiger Zahnpasta gehört von Anfang an zur täglichen Routine. Welche Zahnpasta und welche Menge für das jeweilige Alter geeignet sind, besprechen wir gerne individuell mit den Eltern.

Warum regelmäßige Kontrollen so wichtig sind

Frühe Veränderungen an den Zähnen verursachen häufig noch keine Beschwerden. Genau deshalb sind regelmäßige Kontrolltermine so wertvoll.

Wir können beginnende Veränderungen erkennen, bevor daraus größere Defekte oder Zahnschmerzen entstehen. Gleichzeitig können wir gemeinsam überprüfen, ob die Zahnpflege zu Hause gut funktioniert und wo vielleicht noch Unterstützung sinnvoll ist.

Für das Kind haben regelmäßige Besuche einen weiteren Vorteil: Die Zahnarztpraxis wird zu einem vertrauten Ort.

Das ist besonders wichtig, denn der erste Kontakt mit einer Zahnarztpraxis sollte möglichst nicht aufgrund von Zahnschmerzen stattfinden.

Was Eltern zu Hause tun können

Die wichtigste Grundlage sind regelmäßiges Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta und eine zahngesunde Ernährung. Wasser und ungesüßte Getränke sollten im Alltag die erste Wahl sein.

Mindestens genauso wichtig ist die Unterstützung durch die Eltern. Kleine Kinder können ihre Zähne noch nicht zuverlässig alleine reinigen. Auch wenn Ihr Kind bereits selbst putzen möchte, sollten Eltern die Zahnpflege noch über längere Zeit begleiten und nachputzen.

Und keine Sorge: Es muss nicht jeden Tag perfekt funktionieren. Entscheidend ist, dass Zahnpflege zu einer selbstverständlichen täglichen Gewohnheit wird.

zahn:gesund Kids – Kinderzahnheilkunde mit Zeit und Vertrauen

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie benötigen eine andere Ansprache, Zeit und manchmal auch einfach ein wenig Geduld.

Deshalb haben wir mit zahn:gesund Kids einen besonderen Schwerpunkt auf die Kinderzahnheilkunde gelegt.

Unser Ziel ist nicht nur, Zähne zu behandeln. Wir möchten Kindern möglichst früh zeigen, dass ein Zahnarztbesuch etwas ganz Normales sein kann. Vorsorge, Vertrauen und positive Erfahrungen stehen dabei im Mittelpunkt.

Denn idealerweise begleiten wir Kinder so, dass umfangreiche Behandlungen gar nicht erst notwendig werden.

Gesunde Milchzähne sind der beste Start

Die Grundlage für lebenslange Zahngesundheit wird schon in den ersten Lebensjahren gelegt.

Früh vorsorgen. Karies vermeiden. Vertrauen schaffen.

Sie möchten die Zähne Ihres Kindes kontrollieren lassen oder haben Fragen zur richtigen Zahnpflege?

Vereinbaren Sie gerne einen Termin bei zahn:gesund Kids in Köln-Lindenthal. Wir freuen uns auf Sie und Ihr Kind.

Der erste Zahnarztbesuch mit Kind – wann ist der richtige Zeitpunkt?

Der erste Zahn ist da – und damit beginnt ein neuer Abschnitt. Viele Eltern fragen sich jetzt: Wann sollte mein Kind eigentlich zum ersten Mal zum Zahnarzt?

Unsere Empfehlung: Früh beginnen – am besten bereits mit dem ersten Zahn.

Dabei geht es beim ersten Besuch normalerweise gar nicht um eine Behandlung. Viel wichtiger ist, dass Ihr Kind die Zahnarztpraxis ganz entspannt kennenlernt. Gleichzeitig können wir gemeinsam die Grundlage dafür schaffen, dass die Zähne von Anfang an gesund bleiben.

Warum so früh zum Zahnarzt?

Milchzähne begleiten Kinder über viele Jahre. Sie sind wichtig für das Kauen und Sprechen und dienen als Platzhalter für die bleibenden Zähne. Deshalb verdienen auch die ersten kleinen Zähne besondere Aufmerksamkeit.

Bei einem frühen Zahnarztbesuch können wir kontrollieren, ob sich Zähne und Mundraum altersgerecht entwickeln. Gleichzeitig beraten wir Eltern individuell: Wie putzt man die ersten Zähne richtig? Welche Zahnbürste ist geeignet? Wie viel fluoridhaltige Zahnpasta sollte verwendet werden? Und welche Rolle spielen Ernährung und Getränke?

Unser Ziel ist dabei ganz klar: Probleme möglichst verhindern, bevor sie entstehen.

Der erste Besuch soll Spaß machen

Für Kinder ist eine Zahnarztpraxis eine völlig neue Welt. Es gibt ungewohnte Geräusche, einen besonderen Stuhl, helles Licht und viele unbekannte Instrumente.

Deshalb nehmen wir uns bei zahn:gesund Kids Zeit, damit Kinder diese neue Umgebung in ihrem eigenen Tempo kennenlernen können.

Der erste Termin darf ganz unkompliziert sein. Vielleicht wird zunächst nur in den Mund geschaut, vielleicht werden gemeinsam die Zähne gezählt oder der Zahnarztspiegel wird neugierig entdeckt.

Je positiver die ersten Erfahrungen sind, desto selbstverständlicher werden spätere Zahnarztbesuche.

Bitte warten Sie nicht, bis der erste Zahn wehtut

Leider kommen manche Kinder erstmals in eine Zahnarztpraxis, wenn bereits Zahnschmerzen bestehen. Dann verbindet das Kind seinen ersten Zahnarztbesuch möglicherweise direkt mit Schmerzen, Angst oder einer notwendigen Behandlung.

Das möchten wir möglichst vermeiden.

Regelmäßige Kontrollen von klein auf helfen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Gleichzeitig wird der Zahnarztbesuch für das Kind zu etwas ganz Normalem.

Wie können Eltern ihr Kind vorbereiten?

Versuchen Sie, den Zahnarztbesuch möglichst selbstverständlich und positiv anzukündigen.

Sätze wie „Du brauchst keine Angst zu haben“ oder „Das tut bestimmt nicht weh“ sind zwar gut gemeint, können Kinder aber überhaupt erst auf die Idee bringen, dass etwas Unangenehmes passieren könnte.

Besser ist eine neutrale und positive Vorbereitung:

„Wir gehen heute zusammen deine Zähne anschauen.“

Auch Versprechen wie „Du musst bestimmt nicht bohren“ sollten vermieden werden. Lassen Sie Ihr Kind den Besuch möglichst unvoreingenommen erleben.

Gesunde Kinderzähne beginnen zu Hause

Der wichtigste Schutz vor Karies beginnt im Alltag. Sobald der erste Zahn durchgebrochen ist, gehört regelmäßiges Zähneputzen dazu.

Dabei begleiten wir Eltern gerne. Denn gerade bei kleinen Kindern entstehen viele Fragen: Wie viel Zahnpasta ist richtig? Ab wann kann mein Kind selbst putzen? Wie lange müssen Eltern nachputzen? Welche Lebensmittel und Getränke erhöhen das Kariesrisiko?

Kinder müssen perfekte Zahnpflege nicht von heute auf morgen beherrschen. Entscheidend ist, früh gute Gewohnheiten aufzubauen.

Unser Ziel bei zahn Kids

Wir möchten, dass Kinder nicht erst dann zu uns kommen, wenn etwas weh tut.

Bei zahn:gesund Kids sollen Kinder erleben, dass ein Zahnarztbesuch etwas ganz Normales sein kann. Mit regelmäßiger Vorsorge, guter Mundhygiene und einer kindgerechten Betreuung können wir gemeinsam viel dafür tun, dass aus gesunden Milchzähnen später gesunde bleibende Zähne werden.

Denn die beste Zahnbehandlung im Kindesalter ist die, die durch gute Vorsorge gar nicht erst notwendig wird.

Gemeinsam für gesunde Kinderzähne

Sie möchten Ihr Kind von Anfang an zahnmedizinisch begleiten lassen?

Dann vereinbaren Sie gerne einen Vorsorgetermin bei zahn:gesund Kids in Köln. Wir freuen uns darauf, Ihr Kind und Sie kennenzulernen.

Herzlich Willkommen – Zahnärzte Deußen