Fissurenversiegelung bei Kindern: Wie ein kleiner Schutz die Backenzähne vor Karies bewahren kann

Gesunde Kinderzähne von Anfang an – bei zahn:gesund Kids in Köln
Die ersten bleibenden Backenzähne kommen meist im Alter von etwa sechs Jahren. Was viele Eltern nicht wissen: Diese Zähne sind besonders anfällig für Karies. Ihre Kauflächen besitzen feine Rillen und Vertiefungen, in denen sich bakterielle Beläge festsetzen können. Eine Fissurenversiegelung kann helfen, diese empfindlichen Bereiche langfristig zu schützen – einfach, schonend und in der Regel völlig schmerzfrei.
Was sind Fissuren und warum entsteht dort besonders häufig Karies?
Betrachtet man die Kauflächen der Backenzähne genauer, erkennt man zahlreiche kleine Furchen und Grübchen. Diese natürlichen Vertiefungen werden als Fissuren bezeichnet.
Manche Fissuren sind so schmal und tief, dass selbst die Borsten einer Zahnbürste ihren Grund nicht erreichen. Dort können sich Bakterien und Nahrungsreste ansammeln. Die von den Bakterien gebildeten Säuren greifen den Zahnschmelz an und können Karies verursachen.
Besonders gefährdet sind die ersten bleibenden Backenzähne, die sogenannten Sechsjahrmolaren. Sie brechen hinter den Milchbackenzähnen durch und werden deshalb von Eltern manchmal zunächst gar nicht als neue, bleibende Zähne erkannt.
Was ist eine Fissurenversiegelung?
Bei einer Fissurenversiegelung werden die tiefen Rillen der Kauflächen mit einem speziellen, dünnflüssigen Kunststoff verschlossen.
Dadurch entsteht eine glattere Oberfläche, die sich leichter reinigen lässt. Bakterien und Nahrungsreste können sich in den versiegelten Vertiefungen nicht mehr so leicht festsetzen.
Das Ziel ist einfach: Karies verhindern, bevor sie überhaupt entsteht.
Die Fissurenversiegelung gehört zu den wissenschaftlich gut untersuchten Maßnahmen der zahnmedizinischen Kariesprävention.
Wie läuft eine Fissurenversiegelung bei Kindern ab?
Die Behandlung ist unkompliziert und dauert meist nur wenige Minuten pro Zahn.
Zunächst wird die Kaufläche gründlich gereinigt und untersucht. Anschließend wird die Zahnoberfläche vorbereitet und sorgfältig trockengelegt. Danach tragen wir das Versiegelungsmaterial auf die Fissuren auf und härten es mit einer speziellen Lampe aus.
Zum Abschluss kontrollieren wir, ob die Versiegelung vollständig und dicht ist und beim Zusammenbeißen nicht stört.
Besonders angenehm für Kinder: Bei einer vorbeugenden Versiegelung muss normalerweise nicht gebohrt werden. Eine Betäubung ist ebenfalls nicht erforderlich.
Wann sollten die Backenzähne versiegelt werden?
Der ideale Zeitpunkt hängt vom Zahndurchbruch und vom individuellen Kariesrisiko ab.
Besonders wichtig sind zwei Altersphasen:
Mit etwa sechs Jahren: Die ersten großen bleibenden Backenzähne brechen durch.
Mit etwa zwölf Jahren: Die zweiten großen bleibenden Backenzähne kommen hinzu.
Eine Versiegelung ist besonders sinnvoll, wenn die Kauflächen tiefe, schwer zu reinigende Fissuren aufweisen oder ein erhöhtes Kariesrisiko besteht.
Nicht jeder Zahn muss automatisch versiegelt werden. Entscheidend ist immer die individuelle Untersuchung.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Ja. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen bei Kindern und Jugendlichen im Alter von sechs bis einschließlich 17 Jahren die Fissurenversiegelung der kariesfreien ersten und zweiten bleibenden großen Backenzähne.
Brechen die ersten bleibenden Backenzähne bereits vor dem sechsten Geburtstag durch, kann die Versiegelung ebenfalls von der gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden.
Bei anderen Zähnen, beispielsweise Milchbackenzähnen oder kleinen bleibenden Backenzähnen, ist eine Versiegelung gegebenenfalls sinnvoll, gehört aber nicht zur regulären gesetzlichen Kassenleistung.
Wie lange hält eine Fissurenversiegelung?
Eine sorgfältig durchgeführte Versiegelung kann viele Jahre halten. Allerdings ist sie nicht unverwüstlich.
Durch die tägliche Kaubelastung können Teile des Materials verloren gehen. Deshalb kontrollieren wir die Versiegelungen regelmäßig bei den zahnärztlichen Vorsorgeuntersuchungen.
Falls erforderlich, können beschädigte oder teilweise verlorene Versiegelungen ergänzt beziehungsweise erneuert werden.
Ersetzt eine Versiegelung das Zähneputzen?
Nein. Eine Fissurenversiegelung schützt ausschließlich die behandelten Bereiche der Kauflächen.
Die übrigen Zahnoberflächen und insbesondere die Zahnzwischenräume bleiben weiterhin kariesgefährdet.
Deshalb gehören zweimal tägliches Zähneputzen mit fluoridhaltiger Zahnpasta, eine altersgerechte Reinigung der Zahnzwischenräume und regelmäßige zahnärztliche Vorsorge weiterhin zu den wichtigsten Grundlagen gesunder Kinderzähne.
Gesunde Kinderzähne bei zahn:gesund Kids in Köln
Kinderzahnheilkunde bedeutet für uns vor allem, Zahnerkrankungen möglichst frühzeitig zu verhindern.
Bei zahn:gesund Kids schauen wir uns die Entwicklung der Zähne genau an und beraten Eltern individuell, welche Vorsorgemaßnahmen für ihr Kind sinnvoll sind.
Dazu gehört auch die Frage, ob und wann eine Fissurenversiegelung empfehlenswert ist.
Denn je früher wir die bleibenden Zähne schützen, desto besser sind die Voraussetzungen dafür, dass sie ein Leben lang gesund bleiben.
zahn:gesund Kids – damit gesunde Zähne von Anfang an selbstverständlich werden.

Zähne gerade – und jetzt? Warum Retainer nach der Zahnkorrektur wichtig sind

Die feste Zahnspange ist entfernt, die letzte Aligner-Schiene geschafft: Endlich stehen die Zähne so, wie gewünscht. Damit das Ergebnis erhalten bleibt, beginnt jetzt eine wichtige Phase der Behandlung. Sogenannte Retainer helfen, die Zähne in ihrer neuen Position zu halten.
Warum Zähne wieder wandern können
Nach einer Zahnkorrektur benötigen Knochen und umgebendes Gewebe Zeit, um sich an die neue Zahnstellung anzupassen. Besonders in den ersten Monaten können sich Zähne deshalb wieder verschieben. Aber auch später verändert sich das Gebiss im Laufe des Lebens.
Die Stabilisierung – fachlich „Retention“ – gehört daher zur kieferorthopädischen Behandlung dazu. Das gilt grundsätzlich sowohl nach einer festen Zahnspange als auch nach einer Behandlung mit Alignern.
Fester Draht oder herausnehmbare Schiene?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Behandlungsergebnis zu sichern:
– Festsitzender Retainer: Ein dünner Draht wird an den Innenseiten ausgewählter Zähne befestigt. Er bleibt im Mund und erfordert besonders sorgfältige Reinigung sowie regelmäßige Kontrollen.
– Herausnehmbarer Retainer: Häufig handelt es sich um eine transparente Kunststoffschiene. Sie wird nach einem individuell festgelegten Plan getragen. Daneben gibt es herausnehmbare Geräte aus Kunststoff und Draht.
Manchmal werden beide Varianten kombiniert. Welche Versorgung passt, hängt unter anderem von der ursprünglichen Zahnfehlstellung und der Situation nach der Behandlung ab.
Eine grundsätzlich beste Lösung für alle ist wissenschaftlich nicht belegt. Ein Cochrane-Review von 2023 konnte wegen der begrenzten Aussagekraft der Studien keine Retentionsmethode eindeutig als überlegen bewerten. Entscheidend sind deshalb eine individuelle Planung und eine zuverlässige Anwendung.
Wie lange muss ich den Retainer tragen?
Die Stabilisierung ist meist langfristig vorgesehen – häufig lebenslang, wenn die Zahnstellung möglichst unverändert bleiben soll. Das bedeutet bei herausnehmbaren Retainern nicht automatisch dauerhaftes Tragen rund um die Uhr. Oft genügt später das nächtliche Tragen; anfangs kann ein anderer Rhythmus erforderlich sein.
Maßgeblich ist der persönliche Plan Ihrer kieferorthopädischen Praxis. Verkürzen oder beenden Sie die Tragezeit deshalb nicht eigenständig, nur weil die Zähne gerade aussehen. Auch ein festsitzender Draht braucht weiterhin Kontrollen.
Kleine Routinen, die im Alltag helfen
Bei herausnehmbaren Retainern:
– Reinigen Sie die Schiene täglich nach den Pflegehinweisen für Ihr Modell.
– Verwenden Sie kein heißes Wasser.
– Bewahren Sie die Schiene außerhalb des Mundes in ihrer Schutzbox auf.
– Bringen Sie sie zu den vereinbarten Kontrollterminen mit, damit der Sitz geprüft werden kann. Leeds Teaching Hospitals NHS Trust
Bei einem festen Retainer: Reinigen Sie auch die Bereiche rund um den Draht und die Klebestellen gründlich. Lassen Sie sich zeigen, welche Hilfsmittel für die Zahnzwischenräume bei Ihrer Versorgung geeignet sind. Der Draht ersetzt weder die tägliche Mundhygiene noch regelmäßige Untersuchungen.
Klebestelle locker oder Schiene passt nicht mehr?
Melden Sie sich möglichst zeitnah bei Ihrer behandelnden Praxis, wenn sich eine Klebestelle löst, der Draht beschädigt ist oder eine Schiene verloren geht. Einzelne Zähne können sich verschieben, auch wenn der übrige Retainer noch fest sitzt. Warten Sie deshalb nicht bis zum nächsten regulären Kontrolltermin.
Eine Schiene, die nicht mehr vollständig sitzt oder Schmerzen verursacht, sollte überprüft werden. Drücken Sie sie nicht mit Gewalt auf die Zähne. Lassen Sie die Passform fachlich beurteilen, bevor Sie sie weiterverwenden. University Hospitals Plymouth NHS Trust
Damit das Ergebnis lange Freude macht
Ein Retainer wird schnell zur Gewohnheit. Regelmäßiges Tragen, passende Pflege und verlässliche Kontrollen helfen, das Ergebnis der Zahnkorrektur langfristig zu bewahren.
Sie sind unsicher, wie Sie rund um Ihren Retainer am besten reinigen?
Sprechen Sie uns bei Ihrem nächsten Besuch bei zahn:gesund darauf an.

Zuckerfrei und trotzdem zahnschädlich? So schützen Sie Ihre Zähne vor Säuren

Viele Menschen achten bei Getränken vor allem auf den Zuckergehalt. Für den Zahnschmelz spielt jedoch auch die Säure eine wichtige Rolle. Softdrinks, Energy- und Sportgetränke, Fruchtsäfte oder Zitronenwasser können die Zahnoberfläche angreifen – teilweise auch dann, wenn sie zuckerfrei sind.
Was ist eine Zahnerosion?
Bei einer Zahnerosion lösen Säuren Mineralstoffe aus der Zahnoberfläche. Anders als bei Karies sind daran zunächst keine Bakterien beteiligt. Wirkt die Säure regelmäßig oder über längere Zeit ein, kann zunehmend Zahnschmelz verloren gehen.
Dieser Verlust lässt sich nicht einfach „nachwachsen“ lassen. Im frühen Stadium bleibt er häufig unbemerkt. Später können die Zähne empfindlicher, gelblicher oder an den Kanten dünner und durchscheinender wirken. sso.ch
Welche Getränke können den Zahnschmelz angreifen?
Zu den möglichen Säurequellen gehören:
– Softdrinks und Limonaden,
– Energy- und Sportgetränke,
– Fruchtsäfte und Smoothies,
– Getränke mit Zitrone oder anderen Zitrusfrüchten,
– manche Früchtetees und alkoholische Getränke.
Die Kennzeichnung „ohne Zucker“ schützt nicht automatisch vor Zahnerosionen. Ein zuckerfreies Getränk kann weiterhin Säuren enthalten. Es verursacht dadurch zwar nicht auf dieselbe Weise Karies wie ein zuckerhaltiges Getränk, kann aber trotzdem zur Abtragung des Zahnschmelzes beitragen.
Warum häufiges Nippen besonders ungünstig ist
Für die Zähne ist nicht nur entscheidend, was getrunken wird, sondern auch wie häufig und wie lange der Kontakt dauert. Wer ein säurehaltiges Getränk über Stunden immer wieder in kleinen Schlucken trinkt, setzt die Zähne wiederholt Säureangriffen aus.
Günstiger ist es, solche Getränke – wenn überhaupt – zu einer Mahlzeit und in einem begrenzten Zeitraum zu trinken. Wasser bleibt für den Alltag und gegen den Durst die zahnfreundlichste Wahl.
Sportgetränke sind beim normalen Freizeittraining meist nicht notwendig. Wer bei längeren oder sehr intensiven Belastungen darauf zurückgreift, sollte sie nicht unnötig lange im Mund behalten oder damit spülen.
Nach einem sauren Getränk sofort putzen?
Direkt nach einem starken Säurekontakt ist die Zahnoberfläche vorübergehend empfindlicher gegenüber mechanischer Belastung. Deshalb sollte nicht unmittelbar danach kräftig geputzt werden.
Spülen Sie den Mund zunächst mit Wasser aus und warten Sie ungefähr 30 Minuten mit dem Zähneputzen. Zweimal täglich sollte weiterhin gründlich mit fluoridhaltiger Zahnpasta geputzt werden. Nach dem Putzen die Zahnpasta nur ausspucken und nicht mit Wasser nachspülen, damit das Fluorid länger an den Zähnen bleibt. guysandstthomas.nhs.uk
Säure kann auch aus dem Magen kommen
Nicht immer liegt die Ursache in der Ernährung. Wiederkehrender Reflux, häufiges Erbrechen oder Aufstoßen kann Magensäure an die Zähne bringen. Dabei sind oft die Innenseiten der Zähne besonders betroffen.
Wer regelmäßig unter Sodbrennen oder Erbrechen leidet, sollte dies ärztlich abklären lassen. Nach dem Erbrechen gilt ebenfalls: zunächst mit Wasser ausspülen und nicht sofort putzen.
So schützen Sie Ihren Zahnschmelz
Mit einigen einfachen Gewohnheiten lässt sich das Risiko senken:
– Wasser als hauptsächlichen Durstlöscher wählen.
– Säurehaltige Getränke möglichst selten und bevorzugt zu einer Mahlzeit trinken.
– Getränke nicht über längere Zeit schluckweise konsumieren.
– Nach dem Säurekontakt mit Wasser spülen.
– Etwa 30 Minuten bis zum Zähneputzen warten.
– Zweimal täglich fluoridhaltige Zahnpasta verwenden.
– Regelmäßige zahnärztliche Kontrollen wahrnehmen.
Zusätzliche Fluoridprodukte können bei erhöhtem Risiko sinnvoll sein. Welche Konzentration und Anwendung geeignet ist, sollte individuell festgelegt werden.
Früh erkannt lässt sich weiterer Verlust vermeiden
Leichte Zahnerosionen verursachen häufig noch keine Beschwerden. Bei Kontrollen können Veränderungen erkannt, dokumentiert und über längere Zeit beobachtet werden. So lässt sich oft gegensteuern, bevor größere Defekte oder starke Empfindlichkeiten entstehen.
Bei zahn:gesund prüfen wir, ob sichtbare Veränderungen tatsächlich durch Säuren verursacht werden, suchen gemeinsam nach möglichen Auslösern und entwickeln passende Schutzmaßnahmen für Ihren Alltag.

Zahnarzt oder Kinderzahnarzt – wo liegt eigentlich der Unterschied?

Eltern gehen mit ihrem Kind selbstverständlich zum Kinderarzt und nicht zum Hausarzt. Warum sollte das bei den Zähnen anders sein?

Grundsätzlich kann jeder Zahnarzt Kinder untersuchen und behandeln. Ein Kinderzahnarzt beziehungsweise eine auf Kinderzahnmedizin spezialisierte Zahnärztin konzentriert sich jedoch ganz auf die besonderen Bedürfnisse junger Patientinnen und Patienten. Dabei geht es um weit mehr als nur um kleinere Instrumente oder eine kindgerechte Einrichtung.

## Kinder sind keine kleinen Erwachsenen

Kinder erleben einen Zahnarztbesuch anders als Erwachsene. Manche sind neugierig, andere zurückhaltend oder ängstlich. Sie benötigen eine altersgerechte Ansprache, verständliche Erklärungen und häufig etwas mehr Zeit, um Vertrauen aufzubauen.

Eine erfahrene Kinderzahnärztin weiß, wie sie Kinder Schritt für Schritt an die Behandlung heranführt. Sie erkennt, wann ein Kind bereit ist, wann eine Pause sinnvoll ist und welche Worte oder Methoden helfen, damit der Besuch möglichst positiv in Erinnerung bleibt. Dieses Vertrauen ist eine wichtige Grundlage für eine langfristig gute Zahngesundheit.

## Spezialisierung durch Studium, Fortbildungen und Erfahrung

In unserer Praxis beruht die Spezialisierung auf einer besonders fundierten Ausbildung: Dr. Lisa Deußen hat Kinderzahnmedizin drei Jahre lang im Rahmen eines Masterstudiums studiert, zahlreiche weitere Fortbildungen absolviert und behandelt seit 20 Jahren ausschließlich Kinder.

Diese Erfahrung macht einen entscheidenden Unterschied. Wer täglich mit Kindern verschiedener Altersgruppen arbeitet, kennt typische Probleme, Entwicklungsphasen und Behandlungssituationen sehr genau. Dazu gehören unter anderem:

– die Vorsorge ab dem ersten Zahn,
– eine altersgerechte Prophylaxe,
– die Behandlung von Milchzähnen,
– die frühe Erkennung von Karies und Zahnfehlstellungen,
– der Umgang mit Zahnunfällen,
– die Betreuung besonders ängstlicher Kinder,
– sowie die einfühlsame Behandlung von Kindern mit besonderen Bedürfnissen.

## Milchzähne verdienen besondere Aufmerksamkeit

Noch immer werden Milchzähne manchmal unterschätzt, weil sie später ausfallen. Dabei erfüllen sie wichtige Aufgaben: Sie helfen beim Kauen und Sprechen, beeinflussen die Entwicklung des Kiefers und halten den Platz für die bleibenden Zähne frei.

Erkrankte Milchzähne können Schmerzen und Entzündungen verursachen. Gehen sie zu früh verloren, kann dies außerdem die weitere Zahn- und Kieferentwicklung beeinträchtigen. Eine kinderzahnmedizinische Betreuung richtet den Blick deshalb nicht nur auf den einzelnen Zahn, sondern auf die gesamte Entwicklung des Kindes.

## Vorsorge beginnt früh

Ein Kinderzahnarzt hilft Eltern dabei, von Anfang an die richtigen Grundlagen zu schaffen. Dazu zählen Fragen wie:

– Wann sollte der erste Zahnarztbesuch stattfinden?
– Wie werden die ersten Zähne richtig geputzt?
– Welche Zahnpasta ist geeignet?
– Wie lassen sich Karies und Zahnschäden vermeiden?
– Welchen Einfluss haben Ernährung, Getränke, Schnuller oder Flasche?
– Wann ist eine kieferorthopädische Abklärung sinnvoll?

Je früher Kinder positive Erfahrungen in der Zahnarztpraxis sammeln, desto selbstverständlicher werden Vorsorge und Zahnpflege für sie.

## Der größte Unterschied: der Blick auf das Kind

Ein guter Zahnarzt kann selbstverständlich auch Kinder behandeln. Die besondere Stärke einer kinderzahnmedizinisch spezialisierten Praxis liegt jedoch in der Kombination aus Fachwissen, Erfahrung, Geduld und einer konsequent kindgerechten Betreuung.

Wie beim Kinderarzt steht nicht einfach nur ein „kleiner Patient“ im Behandlungszimmer. Dort sitzt ein Kind mit seinem eigenen Entwicklungsstand, seinen Fragen, seinen Unsicherheiten und seiner ganz persönlichen Art, Vertrauen zu fassen.

Genau deshalb kann es sinnvoll sein, für die Zahngesundheit eines Kindes eine Praxis zu wählen, die sich vollständig auf Kinder spezialisiert hat. Denn gute Kinderzahnmedizin behandelt nicht nur Zähne – sie schafft Vertrauen und legt den Grundstein für eine gesunde Beziehung zur Zahnpflege, die ein Leben lang halten kann.

Zahnstein trotz regelmäßigem Zähneputzen: Wie entsteht er und warum sollte er entfernt werden?

Sie putzen Ihre Zähne gründlich und trotzdem bildet sich immer wieder Zahnstein? Das ist zunächst nichts Ungewöhnliches. Selbst bei guter häuslicher Mundhygiene können sich bakterielle Beläge an Stellen festsetzen, die mit der Zahnbürste nur schwer erreichbar sind. Werden diese Beläge durch Mineralien aus dem Speichel verhärtet, entsteht Zahnstein.
Wie entsteht Zahnstein?
Auf unseren Zähnen bildet sich täglich ein weicher bakterieller Belag, die sogenannte Plaque. Solange dieser Belag weich ist, lässt er sich durch gründliches Zähneputzen sowie die Reinigung der Zahnzwischenräume weitgehend entfernen.
Bleibt Plaque jedoch längere Zeit auf den Zahnoberflächen zurück, können Mineralstoffe aus dem Speichel eingelagert werden. Der Belag verhärtet sich – es entsteht Zahnstein. Besonders häufig findet man ihn deshalb in der Nähe der Ausführungsgänge großer Speicheldrüsen, beispielsweise an den Innenseiten der unteren Frontzähne.
Kann man Zahnstein selbst entfernen?
Einmal verhärteter Zahnstein lässt sich mit einer normalen Zahnbürste nicht mehr zuverlässig beseitigen. Von einer eigenständigen Entfernung mit spitzen oder scharfkantigen Instrumenten ist abzuraten. Dabei können Zahnfleisch und Zahnoberflächen verletzt werden.
Zahnstein sollte deshalb professionell in der Zahnarztpraxis entfernt werden.
Warum ist Zahnstein problematisch?
Zahnstein selbst verursacht zunächst häufig keine Beschwerden. Seine raue Oberfläche erleichtert jedoch die Anlagerung weiterer bakterieller Beläge.
Dadurch kann sich das Zahnfleisch entzünden. Typische Anzeichen sind:
– Zahnfleischbluten beim Zähneputzen
– gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
– Mundgeruch
– empfindliches Zahnfleisch
Bleibt eine Entzündung über längere Zeit bestehen, kann sich bei entsprechender Veranlagung eine Parodontitis entwickeln. Dabei werden die tiefer liegenden Strukturen des Zahnhalteapparates geschädigt.
Warum bekommen manche Menschen schneller Zahnstein?
Wie schnell sich Zahnstein bildet, ist individuell unterschiedlich. Neben der Mundhygiene spielen unter anderem die Zusammensetzung und Menge des Speichels, die Zahnstellung sowie schwer zugängliche Bereiche im Mund eine Rolle.
Deshalb bedeutet häufige Zahnsteinbildung nicht automatisch, dass jemand seine Zähne schlecht putzt.
Was kann man selbst dagegen tun?
Eine gute tägliche Mundhygiene kann die Neubildung deutlich reduzieren. Neben zweimal täglichem Zähneputzen sollten insbesondere die Zahnzwischenräume regelmäßig gereinigt werden. Je nach Platzangebot eignen sich dafür Zahnseide oder Interdentalbürsten.
Bei einer professionellen Zahnreinigung können darüber hinaus schwer erreichbare Beläge entfernt und die Zahnoberflächen geglättet werden. Gleichzeitig lässt sich individuell überprüfen, an welchen Stellen sich besonders häufig Beläge ansammeln und wie diese zu Hause besser erreicht werden können.
Regelmäßige Kontrolle schützt Zahnfleisch und Zähne
Zahnstein lässt sich nicht bei jedem Menschen vollständig vermeiden. Entscheidend ist deshalb, ihn rechtzeitig zu erkennen und professionell entfernen zu lassen.
Bei zahn:gesund in Köln-Lindenthal kontrollieren wir nicht nur Zähne und Zahnfleisch, sondern unterstützen Sie auch dabei, eine Mundhygiene zu finden, die zu Ihrer individuellen Situation passt. Denn langfristige Zahngesundheit beginnt vor allem mit guter Vorsorge.

Implantate sind nicht wartungsfrei: So schützen Sie sie vor Entzündungen

Ein Zahnimplantat kann viele Jahre zuverlässig funktionieren. Dafür benötigt es jedoch konsequente Pflege und regelmäßige Kontrollen. Besonders wichtig ist der Übergang zwischen Implantatkrone und Zahnfleisch: Dort können sich bakterielle Beläge ansammeln und unbemerkt eine Entzündung auslösen.

Zwei unterschiedliche Entzündungsformen

Bei Erkrankungen rund um ein Implantat unterscheiden Zahnmediziner zwei Stadien:

  • Periimplantäre Mukositis: Das Weichgewebe um das Implantat ist entzündet. Typische Zeichen sind Rötung, Schwellung und Blutung bei Berührung oder Reinigung. Der Kieferknochen ist noch nicht betroffen.
  • Periimplantitis: Die Entzündung hat zusätzlich zu einem Abbau des Knochens um das Implantat geführt. Schreitet dieser Prozess fort, kann das Implantat seinen Halt verlieren.

Eine Mukositis lässt sich bei frühzeitiger Behandlung häufig vollständig beruhigen. Bereits verlorener Knochen bei einer Periimplantitis lässt sich dagegen wesentlich schwieriger wiederherstellen. Die aktuelle europäische S3-Leitlinie betont deshalb die Bedeutung von Prävention, früher Diagnose und einer individuell geplanten Nachsorge. efp.org

Warum die Erkrankung lange unbemerkt bleiben kann

Entzündungen am Implantat verursachen anfangs häufig keine Schmerzen. Das Implantat kann sich daher noch fest anfühlen, obwohl das umgebende Gewebe bereits erkrankt ist.

Mögliche Warnzeichen sind:

  • Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei der Verwendung einer Zwischenraumbürste,
  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch,
  • unangenehmer Geschmack oder Mundgeruch,
  • austretendes Sekret,
  • Rückgang des Zahnfleisches,
  • Lockerung der Implantatkrone oder des Zahnersatzes.

Eine Blutungsneigung an einem länger eingeheilten Implantat sollte kontrolliert werden. Sie kann auf eine Mukositis oder Periimplantitis hinweisen. DG PARO

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

Entscheidend ist vor allem, wie gut bakterielle Beläge rund um das Implantat entfernt werden. Ein zusätzlich erhöhtes Risiko besteht bei Menschen, die bereits an Parodontitis erkrankt waren, rauchen oder einen nicht ausreichend eingestellten Diabetes haben. Auch unregelmäßige Nachsorgetermine können dazu führen, dass frühe Veränderungen übersehen werden. European Federation of Periodontology

Eine frühere Parodontitis bedeutet nicht, dass Implantate grundsätzlich ungeeignet sind. Die Erkrankung sollte jedoch vor einer Implantation stabil behandelt sein. Danach ist eine konsequente Erhaltungstherapie besonders wichtig.

So reinigen Sie ein Implantat richtig

Die Implantatkrone wird wie ein natürlicher Zahn mindestens zweimal täglich geputzt. Ob eine elektrische oder eine Handzahnbürste besser geeignet ist, hängt weniger vom Antrieb als von der gründlichen Anwendung ab.

Besondere Aufmerksamkeit benötigen die Bereiche zwischen Implantat und Nachbarzähnen sowie unter Brücken oder Stegen. Je nach Versorgung können dafür geeignet sein:

  • Interdentalbürsten in individuell angepasster Größe,
  • spezielle Zahnseide mit einem verstärkten Einfädelbereich,
  • Einbüschelbürsten für schwer erreichbare Stellen,
  • weitere Hilfsmittel, die in der Praxis passend zur Versorgung gezeigt werden.

Eine zu kleine Interdentalbürste reinigt häufig nicht ausreichend, während eine zu große Bürste das Gewebe verletzen kann. Deshalb sollte die geeignete Größe in der Prophylaxe individuell ausgewählt und die Anwendung praktisch geübt werden.

Mundspüllösungen ersetzen die mechanische Reinigung nicht. Antibakterielle Präparate sollten zudem nicht dauerhaft ohne zahnärztliche Empfehlung verwendet werden.

Regelmäßige Kontrollen sichern den Langzeiterfolg

Bei der Implantatnachsorge werden das Zahnfleisch, die Reinigungsmöglichkeiten und der Zustand der Versorgung kontrolliert. Dazu können eine vorsichtige Messung am Implantat und – abhängig von der individuellen Situation – Röntgenaufnahmen gehören.

Wie oft eine professionelle Implantatpflege sinnvoll ist, richtet sich nach dem persönlichen Risiko. Berücksichtigt werden unter anderem eine frühere Parodontitis, Rauchen, Diabetes, die häusliche Mundhygiene und bereits aufgetretene Entzündungen. Nach einer behandelten Periimplantitis empfiehlt die europäische Leitlinie zunächst engmaschige Nachsorgeintervalle von etwa drei bis vier Monaten; später werden diese individuell angepasst. efp.org

Was gilt als gesichert – und was noch nicht?

Gut belegt sind der Nutzen einer sorgfältigen häuslichen Reinigung, regelmäßiger professioneller Kontrollen und der Behandlung beeinflussbarer Risikofaktoren. Verschiedene zusätzliche Verfahren und Produkte werden zur Vorbeugung oder Behandlung angeboten. Für viele davon ist ein zusätzlicher langfristiger Nutzen bislang jedoch nicht eindeutig nachgewiesen. Entscheidend bleibt deshalb ein individuelles, leitlinienorientiertes Vorgehen.

Gute Pflege beginnt direkt nach der Implantation

Ein Implantat ist ein hochwertiger Zahnersatz, aber kein Selbstläufer. Wer die empfohlenen Kontrollen wahrnimmt, die Zwischenräume täglich reinigt und erste Warnzeichen früh abklären lässt, schafft gute Voraussetzungen für einen langfristigen Erhalt.

Bei zahn:gesund in Köln-Lindenthal kontrollieren wir Implantate und das umgebende Gewebe regelmäßig und stellen die häusliche Pflege individuell auf die jeweilige Implantatversorgung ein.

Quellen

Zahnfleischrückgang: Warum Zahnhälse freiliegen und was man dagegen tun kann

Die Zähne wirken plötzlich länger, am Zahnfleischrand entstehen kleine Einkerbungen oder kalte Getränke verursachen ein unangenehmes Ziehen: Zurückgehendes Zahnfleisch und freiliegende Zahnhälse sind häufige Befunde.

Dabei ist Zahnfleischrückgang nicht automatisch eine Parodontitis. Es gibt unterschiedliche Ursachen – und genau deshalb ist eine genaue Untersuchung wichtig.

Was passiert bei Zahnfleischrückgang?

Gesundes Zahnfleisch umschließt den Zahn und schützt den empfindlichen Bereich der Zahnwurzel. Zieht sich das Zahnfleisch zurück, wird ein Teil der Wurzeloberfläche sichtbar.

Im Gegensatz zur Zahnkrone ist die Wurzel nicht von einer dicken Zahnschmelzschicht geschützt. Dadurch können freiliegende Bereiche empfindlicher auf Kälte, Wärme, Berührung oder Süßes reagieren.

Außerdem können die Zähne optisch länger erscheinen.

Warum geht Zahnfleisch zurück?

Zahnfleischrückgang kann verschiedene Ursachen haben. Häufig wirken mehrere Faktoren zusammen.

Mögliche Gründe sind:

  • zu hoher Druck beim Zähneputzen
  • eine ungünstige Putztechnik
  • sehr dünnes Zahnfleisch
  • ungünstige Zahnstellungen
  • Zähneknirschen oder starke mechanische Belastungen
  • Entzündungen des Zahnhalteapparates
  • Veränderungen nach kieferorthopädischen Behandlungen

Deshalb lässt sich nicht jeder Zahnfleischrückgang mit derselben Maßnahme behandeln.

Ist Zahnfleischrückgang gleich Parodontitis?

Nein. Eine sogenannte Rezession des Zahnfleisches ist nicht automatisch eine Parodontitis.

Bei einer Parodontitis kommt es zu einer entzündlich bedingten Schädigung des Zahnhalteapparates. Zahnfleischrückgang kann dagegen auch ohne eine solche Entzündung entstehen.

Für Patienten sehen beide Situationen teilweise ähnlich aus. Durch eine zahnärztliche beziehungsweise parodontologische Untersuchung lässt sich beurteilen, was tatsächlich dahintersteckt.

Kann sich zurückgegangenes Zahnfleisch wieder regenerieren?

Ein einmal deutlich zurückgegangenes Zahnfleisch wächst in der Regel nicht einfach von selbst wieder in seine ursprüngliche Position zurück.

Das bedeutet aber nicht, dass nichts getan werden kann.

Zunächst geht es darum, die Ursache zu erkennen und ein weiteres Fortschreiten möglichst zu verhindern. Dazu kann beispielsweise eine Veränderung der Putztechnik gehören.

In bestimmten Situationen können auch mikrochirurgische Verfahren zur Deckung freiliegender Wurzeloberflächen infrage kommen.

Ob eine solche Behandlung sinnvoll ist, hängt unter anderem von der Ausgangssituation, der Zahnstellung und dem vorhandenen Zahnfleisch ab.

Die richtige Zahnbürste und Putztechnik

Wer Zahnfleischrückgang bemerkt, sollte nicht versuchen, die betroffenen Stellen besonders kräftig zu reinigen.

Zu hoher Druck kann die Situation zusätzlich belasten.

Entscheidend sind eine schonende, systematische Reinigung und eine individuell geeignete Zahnbürste. Auch bei elektrischen Zahnbürsten sollte darauf geachtet werden, nicht unnötig starken Druck auszuüben.

In der Prophylaxe können wir gemeinsam überprüfen, ob die verwendete Technik für die individuelle Situation geeignet ist.

Was hilft bei empfindlichen Zahnhälsen?

Freiliegende Wurzeloberflächen können empfindlich reagieren. Spezielle Zahnpasten für sensible Zähne können helfen, die Beschwerden zu reduzieren.

Auch professionelle Maßnahmen in der Zahnarztpraxis können je nach Situation sinnvoll sein.

Treten die Beschwerden jedoch neu auf, werden stärker oder betrifft die Empfindlichkeit nur einen einzelnen Zahn, sollte zunächst geklärt werden, ob tatsächlich der freiliegende Zahnhals die Ursache ist.

Wann sollte Zahnfleischrückgang untersucht werden?

Eine Kontrolle ist insbesondere sinnvoll, wenn

  • das Zahnfleisch sichtbar weiter zurückgeht,
  • einzelne Zähne deutlich länger erscheinen,
  • Zahnhälse zunehmend empfindlich werden,
  • Zahnfleischbluten hinzukommt,
  • sich die Zahnstellung verändert oder
  • Sie unsicher sind, ob eine Parodontitis vorliegen könnte.

Je früher die Ursache erkannt wird, desto gezielter können weitere Veränderungen vermieden oder behandelt werden.

Gesundes Zahnfleisch gehört zu gesunden Zähnen

Bei der Zahngesundheit geht es nicht nur um kariesfreie Zähne. Auch das Zahnfleisch und der gesamte Zahnhalteapparat spielen eine entscheidende Rolle.

Bei zahn:gesund in Köln-Lindenthal untersuchen wir deshalb nicht nur den einzelnen Zahn, sondern auch das umliegende Zahnfleisch und die möglichen Ursachen eines Zahnfleischrückgangs.

Wenn Sie Veränderungen an Ihrem Zahnfleisch oder freiliegende Zahnhälse bemerken, sprechen Sie uns gerne darauf an.

Milchzahn ausgeschlagen – was Eltern jetzt tun sollten

Ein Sturz vom Fahrrad, ein Zusammenstoß auf dem Spielplatz oder ein Unfall beim Sport: Zahnverletzungen gehören gerade bei Kindern zu den häufigeren Notfällen. Besonders oft sind die oberen Schneidezähne betroffen. Wird ein Milchzahn gelockert, verschoben oder sogar vollständig ausgeschlagen, ist richtiges Verhalten wichtig – denn auch eine Verletzung des Milchzahns kann Auswirkungen auf den darunterliegenden bleibenden Zahn haben.
Ruhe bewahren und Mund vorsichtig untersuchen
Zunächst sollte überprüft werden, ob das Kind neben der Zahnverletzung weitere Verletzungen erlitten hat. Blutungen im Mund können stärker aussehen, als sie tatsächlich sind, weil sich bereits kleine Mengen Blut mit Speichel vermischen.
Die betroffene Stelle kann vorsichtig mit einer sauberen Kompresse versorgt und von außen gekühlt werden.
Bei stärkeren Verletzungen, Bewusstlosigkeit, Erbrechen oder anderen Auffälligkeiten sollte selbstverständlich auch eine ärztliche Abklärung erfolgen.
Was tun, wenn ein Milchzahn ausgeschlagen wurde?
Hier gibt es einen entscheidenden Unterschied zu einem bleibenden Zahn:
Einen vollständig ausgeschlagenen Milchzahn niemals wieder in das Zahnfach zurücksetzen.
Beim Wiedereinsetzen könnte der darunterliegende bleibende Zahnkeim geschädigt werden.
Trotzdem sollte das Kind zeitnah zahnärztlich untersucht werden. Dabei können wir feststellen, ob tatsächlich der gesamte Zahn herausgefallen ist und ob weitere Verletzungen an Zähnen, Zahnfleisch oder Kiefer vorliegen.
Der Milchzahn ist verschoben – was nun?
Nach einem Unfall kann ein Milchzahn nach vorne, hinten oder in den Kiefer hinein verschoben sein. Manchmal erscheint der Zahn dadurch plötzlich kürzer oder ist kaum noch sichtbar.
Bitte versuchen Sie nicht, den Zahn selbst wieder in seine ursprüngliche Position zu drücken.
Wie weiter vorgegangen wird, hängt unter anderem von der Art der Verletzung, der Position des Zahnes und dem Alter des Kindes ab. In vielen Fällen kann zunächst beobachtet werden, während andere Verletzungen eine Behandlung erforderlich machen.
Was ist bei einem abgebrochenen Milchzahn zu beachten?
Ist nur ein kleines Stück des Zahnes abgebrochen, besteht nicht immer akuter Behandlungsbedarf. Größere Frakturen können jedoch bis in tiefere Zahnschichten oder sogar bis zum Zahnnerv reichen.
Deshalb sollte auch ein abgebrochener Milchzahn kontrolliert werden. Wenn Sie das abgebrochene Zahnstück finden, bringen Sie es gerne mit in die Praxis.
Warum sind Kontrollen nach einem Zahnunfall wichtig?
Nicht jede Folge einer Zahnverletzung ist sofort sichtbar. Ein verletzter Milchzahn kann sich beispielsweise erst Wochen oder Monate später verfärben oder Entzündungszeichen entwickeln.
Achten Sie nach einem Unfall insbesondere auf:
– zunehmende Schmerzen oder Schwellungen,
– eine deutliche Verfärbung des Zahnes,
– eine kleine Schwellung oder Fistel am Zahnfleisch,
– ungewöhnliche Beweglichkeit des Zahnes oder
– Beschwerden beim Essen und Zubeißen.
Je nach Art der Verletzung können deshalb Verlaufskontrollen sinnvoll sein.
Können Milchzahnverletzungen den bleibenden Zahn beeinflussen?
Die Keime der bleibenden Schneidezähne liegen bei kleinen Kindern in unmittelbarer Nähe der Wurzeln der Milchzähne. Bei stärkeren Verletzungen kann deshalb auch die Entwicklung des bleibenden Zahnes beeinträchtigt werden.
Das bedeutet nicht, dass nach jedem Milchzahnunfall Folgeschäden entstehen. Es erklärt aber, warum eine fachgerechte Untersuchung und gegebenenfalls eine längerfristige Kontrolle wichtig sind.
Wichtig: Bei bleibenden Zähnen gelten andere Regeln
Ist ein bleibender Zahn vollständig ausgeschlagen, handelt es sich um einen besonders dringlichen zahnmedizinischen Notfall. Anders als ein Milchzahn kann ein bleibender Zahn unter geeigneten Voraussetzungen wieder eingesetzt werden.
Den Zahn dabei möglichst nur an der Zahnkrone und nicht an der Wurzel anfassen. Ist ein sofortiges Wiedereinsetzen nicht sicher möglich, sollte er feucht gehalten werden – idealerweise in einer Zahnrettungsbox – und das Kind sollte so schnell wie möglich zahnärztlich behandelt werden.
Zahnunfälle bei Kindern: lieber einmal mehr kontrollieren
Auch wenn sich ein Kind nach einem Sturz schnell wieder beruhigt und die Verletzung zunächst harmlos erscheint, können Schäden an einem Zahn unbemerkt bleiben.
Bei zahn:gesund Kids untersuchen wir Zahnverletzungen kindgerecht und entscheiden abhängig von Art und Ausmaß des Traumas, welche Behandlung und welche Kontrollen sinnvoll sind.
Unser Tipp: Eine Zahnrettungsbox gehört nicht nur in Schulen und Sportvereine. Auch für Familien mit aktiven Kindern kann es sinnvoll sein, eine zu Hause und unterwegs griffbereit zu haben.

Mundtrockenheit: Ursachen, Folgen und was Sie dagegen tun können

Ein trockener Mund ist unangenehm – und manchmal mehr als nur ein vorübergehendes Gefühl. Mundtrockenheit (Xerostomie) kann das Sprechen, Kauen und Schlucken beeinträchtigen und langfristig auch das Risiko für Karies und Probleme der Mundschleimhaut erhöhen.

Vor allem wenn die Beschwerden regelmäßig auftreten oder über längere Zeit bestehen, lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Warum ist Speichel so wichtig?

Speichel übernimmt zahlreiche wichtige Aufgaben in unserem Mund. Er befeuchtet die Schleimhäute, erleichtert das Sprechen und Schlucken und unterstützt die natürliche Reinigung der Zähne.

Besonders wichtig für die Zahngesundheit: Speichel hilft dabei, Säuren zu neutralisieren und die Remineralisation der Zahnoberfläche zu unterstützen.

Wird dauerhaft zu wenig Speichel produziert, fehlt ein Teil dieses natürlichen Schutzsystems.

Wodurch entsteht Mundtrockenheit?

Ein trockener Mund kann viele verschiedene Ursachen haben. Vorübergehend kann beispielsweise zu wenig Flüssigkeit, Stress oder das Atmen durch den Mund eine Rolle spielen.

Häufig können auch Medikamente die Speichelproduktion beeinflussen. Dazu gehören beispielsweise bestimmte Arzneimittel gegen Bluthochdruck, Depressionen, Allergien oder Schlafstörungen. Besonders bei der gleichzeitigen Einnahme mehrerer Medikamente kann Mundtrockenheit auftreten.

Weitere mögliche Ursachen sind Erkrankungen der Speicheldrüsen, bestimmte Allgemeinerkrankungen sowie Bestrahlungen im Kopf-Hals-Bereich.

Was bedeutet Mundtrockenheit für die Zähne?

Fehlt ausreichend Speichel, können sich die Bedingungen im Mund verändern. Säuren werden schlechter neutralisiert und Speisereste weniger effektiv weggespült.

Dadurch kann das Risiko für Karies deutlich steigen. Besonders aufmerksam sollte man werden, wenn innerhalb relativ kurzer Zeit mehrere neue Kariesstellen entstehen.

Auch Mundgeruch, ein brennendes Gefühl im Mund, gereizte Schleimhäute oder Schwierigkeiten beim Tragen von herausnehmbarem Zahnersatz können mit Mundtrockenheit zusammenhängen.

Was kann man selbst gegen Mundtrockenheit tun?

Regelmäßiges Trinken von Wasser kann bei leichter Mundtrockenheit hilfreich sein. Auch zuckerfreier Kaugummi kann – sofern medizinisch nichts dagegenspricht – die Speichelproduktion anregen.

Zuckerhaltige Bonbons oder Getränke sind dagegen keine gute Dauerlösung. Gerade bei reduziertem Speichelfluss kann häufiger Zuckerkonsum das Kariesrisiko zusätzlich erhöhen.

Eine sorgfältige Mundhygiene mit fluoridhaltiger Zahnpasta ist bei Mundtrockenheit besonders wichtig.

Wann sollte Mundtrockenheit untersucht werden?

Eine Abklärung ist sinnvoll, wenn die Beschwerden über mehrere Wochen anhalten, regelmäßig wiederkehren oder Essen und Schlucken erschweren.

Das gilt besonders, wenn gleichzeitig

  • trockene Augen auftreten,
  • auffällig viele neue Kariesstellen entstehen,
  • die Mundschleimhaut häufig wund oder gereizt ist,
  • Schluckbeschwerden bestehen oder
  • Schwellungen im Bereich der Speicheldrüsen auffallen.

Auch wenn die Beschwerden nach Beginn oder Veränderung einer Medikamenteneinnahme auftreten, sollte dies angesprochen werden. Medikamente sollten jedoch nicht eigenständig abgesetzt oder verändert werden.

Was können wir in der Zahnarztpraxis untersuchen?

In der Zahnarztpraxis können wir Zähne, Zahnfleisch und Mundschleimhäute kontrollieren und das individuelle Kariesrisiko beurteilen. Auch vorhandener Zahnersatz kann daraufhin überprüft werden, ob die trockene Schleimhaut zusätzliche Probleme verursacht.

Je nach Befund können zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen oder weitere vorbeugende Maßnahmen sinnvoll sein.

Besteht der Verdacht, dass Medikamente oder eine Allgemeinerkrankung eine Rolle spielen, kann eine weitere Abklärung gemeinsam mit der Hausarztpraxis oder den behandelnden Fachärzten sinnvoll sein.

Mundtrockenheit nicht dauerhaft ignorieren

Ein trockener Mund ist nicht nur unangenehm. Hält die Mundtrockenheit länger an, kann sie die Gesundheit von Zähnen und Schleimhäuten beeinträchtigen.

Bei zahn:gesund in Köln-Lindenzhal schauen wir uns deshalb nicht nur einzelne Zähne an, sondern berücksichtigen auch Faktoren, die die Mundgesundheit insgesamt beeinflussen. Sprechen Sie uns gerne an, wenn Sie regelmäßig unter Mundtrockenheit leiden.

Herzlich Willkommen – Zahnärzte Deußen