Zahnfleischbluten ist nicht normal – warum gesundes Zahnfleisch so wichtig ist

Beim Zähneputzen etwas Blut im Waschbecken? Viele Menschen kennen das – und nehmen es nicht besonders ernst. Dabei kann Zahnfleischbluten ein frühes Zeichen einer Entzündung sein.

Die gute Nachricht: Gerade in diesem frühen Stadium können wir häufig viel erreichen. Aktuelle wissenschaftliche Untersuchungen unterstreichen erneut, wie wichtig Prävention und eine gesunde Mundhygiene für den langfristigen Erhalt der eigenen Zähne sind.

Warum blutet Zahnfleisch überhaupt?

Eine der häufigsten Ursachen ist eine durch bakterielle Beläge ausgelöste Zahnfleischentzündung, die sogenannte Gingivitis.

Bleiben bakterielle Beläge längere Zeit am Zahnfleischrand oder in schwer zugänglichen Bereichen liegen, reagiert das Zahnfleisch mit einer Entzündung. Typische Anzeichen können sein:

  • Zahnfleischbluten beim Putzen oder bei der Reinigung der Zahnzwischenräume
  • gerötetes oder geschwollenes Zahnfleisch
  • Mundgeruch
  • empfindliches Zahnfleisch

Das Tückische: Eine beginnende Zahnfleischerkrankung verursacht häufig keine Schmerzen. Deshalb kann sie lange unbemerkt bleiben.

Aus einer Zahnfleischentzündung kann eine Parodontitis entstehen

Eine oberflächliche Gingivitis ist grundsätzlich reversibel. Bleibt eine Entzündung jedoch bestehen und entwickelt sich daraus eine Parodontitis, sind auch die tieferen Strukturen des Zahnhalteapparates betroffen.

Im weiteren Verlauf kann Knochen verloren gehen. Zähne können dadurch langfristig ihre Stabilität verlieren.

Deshalb gilt: Je früher Veränderungen erkannt werden, desto besser können wir gegensteuern.

Was neue Untersuchungen zeigen

Aktuelle Daten aus Deutschland zeigen, dass parodontale Erkrankungen und Zahnverlust weiterhin relevante Themen der Mundgesundheit sind. Gleichzeitig zeigen die Ergebnisse der Deutschen Mundgesundheitsstudie, dass sich die parodontale Gesundheit in Deutschland über die vergangenen Jahrzehnte insgesamt deutlich verbessert hat.

Ein wichtiger Grund dafür ist die Prävention.

Regelmäßige Kontrollen, eine gute häusliche Mundhygiene und die professionelle Betreuung können dazu beitragen, Erkrankungen frühzeitig zu erkennen und die eigenen Zähne möglichst lange gesund zu erhalten.

Zahnbürste allein reicht häufig nicht

Auch bei gründlichem Zähneputzen gibt es Bereiche, die mit der Zahnbürste nur schwer erreicht werden – insbesondere die Zahnzwischenräume.

Deshalb gehört zu einer guten Mundhygiene je nach individueller Situation auch die Reinigung der Zahnzwischenräume, beispielsweise mit Interdentalbürsten oder Zahnseide.

Welche Methode und welche Größe geeignet sind, ist von Patient zu Patient unterschiedlich. Wir zeigen Ihnen gerne, was für Ihre persönliche Situation sinnvoll ist.

Auch andere Faktoren spielen eine Rolle

Nicht nur die Zahnpflege beeinflusst unser Zahnfleisch. Wissenschaftliche Untersuchungen beschäftigen sich zunehmend damit, welche weiteren Faktoren Entzündungen begünstigen können.

Dazu gehören beispielsweise schwer zu reinigende Bereiche, bestimmte kieferorthopädische Apparaturen, überstehende Restaurationsränder und möglicherweise auch Ernährungsfaktoren.

Auch Allgemeinerkrankungen können eine Rolle spielen. Besonders gut untersucht ist die Wechselwirkung zwischen Diabetes und Parodontitis.

Deshalb betrachten wir Mundgesundheit nicht isoliert. Zähne, Zahnfleisch und allgemeine Gesundheit gehören zusammen.

Unser Tipp: Zahnfleischbluten nicht ignorieren

Wenn Ihr Zahnfleisch gelegentlich blutet, muss dahinter nicht automatisch eine schwere Erkrankung stecken. Wiederkehrendes Zahnfleischbluten sollte jedoch zahnärztlich abgeklärt werden.

Oft lässt sich die Ursache früh erkennen – lange bevor größere Probleme entstehen.

Unser Ziel bei zahn Köln ist deshalb nicht nur, Erkrankungen zu behandeln, sondern Ihre eigenen Zähne möglichst lange gesund zu erhalten.

Denn die beste Zahnmedizin beginnt mit Prävention.

Herzlich Willkommen – Zahnärzte Deußen